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Regionale Windkraftanlage in der Überlegung Generalversammlung der BürgerEnergieGenossenschaft Geisenhausen

Geisenhausen. Die bisherige Entwicklung der BürgerEnergieGenossenschaft Geisenhausen (BEGG) und die zukünftigen Planungen standen im Mittelpunkt der zweiten ordentlichen Generalversammlung am Donnerstagabend im Saal der Brauhausstuben. Rund ein Viertel der 330 Genossenschaftsmitglieder war der Einladung gefolgt und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat mehrheitlich. Die ruhig verlaufende Versammlung hatte kaum Wünsche und Nachfragen der Mitglieder zu bearbeiten, so dass man von allgemeiner Zufriedenheit ausgehen konnte.

Rund ein Viertel der 330 Genossenschaftsmitglieder fand den Weg zur zweiten ordentlichen Generalversammlung.

Den Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2012 legte Franz Wolfsecker ab. Er erwähnte die Photovoltaik-Dachflächenanlage auf dem Nettomarkt in Geisenhausen, das Gründungsobjekt und seit April 2012 am Netz. Als zweite Anlage hat sich die BEGG mit einem Geschäftsanteil am Windpark Berching beteiligt. Dabei handelt es sich um eine Windkraftanlage mit einer Nabenhöhe von 143 Metern und einem Rotordurchmesser von 114 Metern. Ein weiteres wichtiges Ziel der Genossenschaft sei die Beratung der Mitglieder, so Franz Wolfsecker. Aus diesem Grunde habe man in Themenabenden gezielt informiert. Die BEGG suche nach Freiflächen für Photovoltaikanlagen entlang Bahnlinien und Autobahnen und sei für Hinweise dankbar. Hier sei man bisher nicht erfolgreich gewesen, erklärte Wolfsecker. Als Hauptgrund nannte er die Tarifkürzungen im Gesetz für erneuerbare Energien. Als nächstes Vorhaben sei der Einstieg in ein Windprojekt rund um Geisenhausen geplant. In der gesamten Region seien nur sechs Flächen grundsätzlich für eine Windkraftanlage geeignet, von denen sich die Genossenschaft für zwei näher interessiert habe, nämlich bei Birken und bei Lampeln. Beide Flächen befänden sich, so der Sprecher, auf Geisenhausener Bereich, doch nahe der Grenze zur Gemeinde Kumhausen.

Kritik aus Kumhausen

Von dort sei Kritik an den Planungen laut geworden, erwähnte Wolfsecker. Aus diesem Grunde habe die Vorstandschaft erste Überlegungen im Gemeinderat von Kumhausen vorgestellt, wobei auch die Kritiker zu Wort gekommen seien. Die vor Ort gefürchtete Lärmbelästigung sähe die BEGG anders, da der Abstand zur nächsten Wohnbebauung mindestens 600 Meter betrage. Die nächsten Schritte seien nun eine Machbarkeitsstudie, die viele Arbeitsschritte beinhalte und mit über 100.000 Euro auch "sehr kostenintensiv" sei. Von diesen Gesamtkosten übernähmen der Freistaat Bayern bis zu 40.000 Euro und die Marktgemeinde Geisenhausen bis zu 30.000 Euro. Wenn diese Machbarkeitsstudie grünes Licht ermögliche, folgten Bauplanung, die Sicherung der Finanzierung, Anträge und Vertragsabschlüsse, bevor der eigentliche Bau ins Auge gefasst werden könne.

Namensänderung nötig?

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Professor Dr. Herbert Jans, führte durch die Tagesordnung und bestätigte, dass alle Entscheidungen der Genossenschaft gemeinsam mit der Vorstandschaft gefasst worden seien. Er sprach dabei von „guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit“. Vorstandsmitglied Christoph Schmalhofer erläuterte die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahresabschlusses 2012. Schnell und reibungslos genehmigten die Mitglieder diese und entlasteten Vorstandschaft und Aufsichtsrat. Auf eine entsprechende Nachfrage aus der Mitgliedschaft beruhigte Jans, man werde kein Projekt "gegen die Bevölkerung" durchführen. Gisela Floegel aus Vilsbiburg regte an, auch außerhalb von Geisenhausen Mitglieder zu gewinnen, um ein großes Projekt wie eine Windkraftanlage "stemmen zu können". Damit diese neuen Mitglieder sich mit der Genossenschaft identifizieren könnten, schlug sie einen neuen Namen vor, wie beispielsweise "BürgerEnergieGenossenschaft Vilstal“. Dies führte zu Kritik durch den Dritten Bürgermeister Siegfried Kaschel, der auf das hohe finanzielle Engagement der Marktgemeinde Geisenhausen hinwies.

Windkraftriesen an der Gemeindegrenze
„Initiative für menschenfreundliche Energiepolitik"

Geisenhausen. Unter der Überschrift "Windkraftriesen an der Gemeindegrenze zwischen Kumhausen und Geisenhausen" wirbt die "Initiative für menschenfreundliche Energiepolitik Kumhausen / Umgebung" für Verständnis, dass sie die geplanten Windkraftanlagen der BürgerEnergieGenossenschaft Geisenhausen (BEGG) ablehnt. Sie führt gesundheitliche Beeinträchtigungen ins Feld und Einschränkungen der Lebensqualität für die Ortschaften Götzdorf, Untergangkofen, Narrenstetten, Birken, Haunersdorf und Hörlkam. Weiter kritisiert die Initiative den Flächenfraß durch den Bau der Zufahrtswege, Wertverlust bei Grundstücken, die Bedrohung der Lebenswelt der heimischen Tierarten und den Eingriff in Landschaftsbild und Natur.Die Vorstandschaft (links) ist für das operative Geschäft der BEGG zuständig, der Aufsichtsrat (rechts) für die Kontrolle.  

Die Vorstandschaft (links) ist für das operative Geschäft der BEGG zuständig,
der Aufsichtsrat (rechts) für die Kontrolle.

 

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